Innovative Schweizer Unternehmen und Hochschulen setzen die Energiezukunft erfolgreich und mutig in die Praxis um. Zu ihren Ehren hat das Bundesamt für Energie den Watt d’Or geschaffen, das Gütesiegel für Energieexzellenz. Sein Ziel ist es, aussergewöhnliche Leistungen im Energiebereich bekannt zu machen. Unter den Preisträgern 2025 ist die von der Klimastiftung Schweiz geförderte Matica AG in der Kategorie Energietechnologie.
«Der Preis ist ein grosser Erfolg», kommentiert Matica-Geschäftsführer Marc Lüthi als Gewinner des Watt d’Or 2025 in der Kategorie Energietechnologien.
Seit Herbst 2024 ist in Frauenfeld eine einzigartige Energie-Innovation in Betrieb: Die Sorptionsspeicher-Wärmepumpe SeasON, entwickelt von der Hochschule Luzern HSLU und der Matica AG. Überschüssige erneuerbare Energie wird im Sommer durch ein thermochemisches Verfahren für den Winter gespeichert. Dazu wird Natronlauge verwendet. Diese wird im Sommer mit erneuerbarem Strom oder Wärme konzentriert, indem ihr Wasser entzogen wird. Natronlauge und Wasser können so bis zum Winter verlustfrei bei Raumtemperatur gelagert werden. Wird die Lauge dann wieder mittels Verdampfung und Absorption von Wasser verdünnt, entsteht Wärme, mit der die Sorptionsspeicher-Wärmepumpe fast ohne zusätzliche elektrische Energie heizen kann.
Wie gut das funktioniert, zeigt die erste Pilotanlage in Frauenfeld. Zwei weitere, grössere Pilotanlagen in der Schweiz und in Deutschland werden in den nächsten Monaten folgen. Danach soll sich SeasOn erfolgreich auf dem Markt positionieren können.
Nationalrätin überreicht die Schneekugel
Am 9. Januar 2025 hat das Bundesamt für Energie zum achtzehnten Mal den renommierten Schweizer Energiepreis Watt d’Or verliehen. Die goldenen Gewinner/innen des Jahres 2025 sind:
Die Watt d’Or Trophäe – eine Schneekugel – wurde den Gewinner/innen von der prominenten Jury unter dem Vorsitz von Nationalrätin Susanne Vincenz-Stauffacher im Kongresszentrum Kursaal in Bern überreicht. Dabei waren hunderte Vertreterinnen und Vertreter der schweizerischen Energieszene aus Politik, Wirtschaft und Forschung.
Der Watt d’Or ist nicht dotiert, es werden also keine Preisgelder ausgeschüttet. 40 Bewerbungen wurden bis Mitte Juli 2024 für den Watt d’Or 2025 eingereicht und von einem Expertenteam evaluiert. Für die Endrunde nominiert wurden schliesslich 18 Beiträge. Daraus hat die Jury die Siegerprojekte in den vier Watt d’Or-Kategorien gekürt. In diesem Jahr gab es zusätzlich einen Spezialpreis der Jury.